Caius, der Lausbub aus dem alten Rom: Alle Abenteuer in einem Band

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Beschreibung

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Henry Winterfeld (1901-1990) wurde in Hamburg geboren, studierte Musik in Berlin und lebte bis zu seinem Tod als Jugendschriftsteller und Filmautor in Maine, USA. Seine Werke schrieb er hauptsächlich auf Deutsch, viele von ihnen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sein größter Erfolg sind die Romane über den römischen Schuljungen Caius.

Evi und Hansjörg Langenfass verdankt der C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag unzählbare tolle Werbemittel, Vorschauen und Umschlagkonzeptionen. Die beiden betreiben zusammen ein Grafik-Atelier in Ismaning bei München. Mit ihrer Begeisterung für Grafik haben sie ihre Tochter angesteckt, die ebenfalls in dem Atelier arbeitet.

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Ruhe lassen solle. Mucius war der Erste in der Klasse; er durfte daher befehlen und die andern mussten gehorchen. Doch Caius gehorchte nicht gern. Vielleicht redete er sich ein, dass er es nicht nötig habe, weil sein Vater der reiche Senator Vinicius war. Caius war roh und stark, aber eigentlich nicht bösartig; er liebte es nur, plumpeScherze zu machen. Aber er war leider auch jähzornig. Er schwoll rot an im Gesicht vor Wut, weil die andern auf seine Kosten lachten, und schrie Rufus ärgerlich zu: »Und du bist der Sohn eines Feiglings!« Xantippus war starr vor Staunen. Er glaubte, Caius meine ihn; er hatte noch immer nicht bemerkt, dass Rufus hinter ihm stand. »Ich bin der Sohn eines Feiglings?«, fragte er stirnrunzelnd. »Was soll das bedeuten?« Doch bevor jemand seine Frage beantworten konnte, ging plötzlich alles drunter und drüber. Rufus liebte seinen Vater abgöttisch und war an seiner verwundbarsten Stelle getroffen worden. Sein Vater, Marcus Praetonius, war nämlich ein berühmter General, hatte aber vor kurzem irgendwo in Gallien eine wichtige Schlacht verloren und das war Rufus‘ tiefer Schmerz. Er fiel über Caius her, trommelte mit beiden Fäusten auf ihn ein und schrie: »Du bist ein ganz gemeiner Lügner!« Caius kippte mit der Bank hintenüber, und während sich die beiden prügelnd auf dem Boden wälzten, sprangen die andern auf die Bänke, um besser sehen zu können, und benahmen sich, als ob sie einem aufregenden Gladiatorenkampf in der Arena zuschauten. Xantippus wurde auf einmal lebendig und sprang auf. Er trennte die beiden Kampfhähne und stellte sie auf die Beine. Caius und Rufus keuchten und starrten einander wütend an. Rufus‘ Tunika war am Hals zerrissen, aber auch Caius‘ einstmals blendend weiße Toga hatte an Schönheit eingebüßt.